Literaturtipp für Katzenfans auf der ganzen Welt
Diese Woche bringt gleich mehrere Glücksmomente. Erst der rollende Buddha im Autostau, dann kam heute ein Überraschungsgeschenk: ‚The Big New Yorker Book of Cats.‘ Dieser farbenfrohe dicke Band voller Geschichten, Gedichte, Illustrationen, Cartoons und Anekdoten über Katzen ist ein Muss für Literatur- und Stubentigerfans. Er erschien 2013; wie ich nachgelesen habe ein Jahr nach dem ‚New Yorker Book of Dogs‘. Ich persönlich hätte die Reihenfolge umgedreht – erst die tollen Haustiere Katzen und im Anschluss die tollen Tiere Hunde – aber Hauptsache es ist veröffentlicht. Denn AutorInnen und Katzen – Das ist nun einmal eine ganz besondere Beziehung.
Schon der Klappentext auf dem Umschlag gefällt mir sehr:
„Look what The New Yorker dragged in! The purr-fect gathering of talent celebrating our feline companion“.
„purr-fect“ – einfach großartig. A cat purring – bei den zwei Wörtern höre ich das unfassbar schöne Geräusch des Schnurrens einer Katze ganz automatisch im Ohr. Und dann folgt auf dem Klappentext eine Auswahl der illustren Autorinnen und Autoren, Dichterinnen und Dichtern, die hier mit Gedichten und Short Stories vertreten sind. Das geht von T.C. Boyle, John Updike, Elizabeth Bishop, Emily Hahn, Roald Dahl bis zu einem meiner Lieblingsautoren, Haruki Murakami. Daraufhin habe ich nochmals in Murakamis Werk ‚Von Beruf Schriftsteller“ (Hardcover, 2016 Dumont) nachgeschlagen, weil ich mich an eine schöne Stelle auf Seite 25 erinnert habe, wo er über sein Leben als junger Mann schreibt:
„Damals waren wir – das heißt meine Frau und ich – ziemlich anspruchslos und führten ein spartanisches Leben. Wir hatten keinen Fernseher, kein Radio und keinen Wecker. Unsere Wohnung hatte keine Heizung, und in kalten Wintern konnten wir nur schlafen, wenn wir unsere vier Katzen fest im Arm hielten (Auch sie schmiegten sich fast verzweifelt an uns.)„
Seine Story ‚The Town of Cats‘ in The Big New Yorker Book of Cats‘ ist absolut lesenswert wie viele andere auch.
Also: Wenn Sie nach einem Geschenkbuch suchen für Familienmitglieder oder Freunde aus allen Ländern der Welt, die gerne englische Literatur lesen und Katzen lieben, ist dieser prachtvolle Band ein heißer Tipp! Ganz billig ist er zwar nicht, aber ein edles Geschenk darf das gar nicht sein. Das Preis-Leistungsverhältnis passt in jedem Fall und gute Second Hand-Ausgaben habe ich im Netz auch gesehen!
P.S. Wussten Sie, das ‚The New Yorker‘ schon 1925 mit dem Veröffentlichen begonnen hat? Ich nicht.






