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Kunst als Inspiration zum Schreiben

Inspiration zum Schreiben für die Autorin Silke Brügel ist es oft Kunst

Ein Sonntagnachmittag bei  launischem Aprilwetter – Ideal zum Schreiben mit anschließendem Museumsbesuch. Kunst ist Inspiration pur. Diesmal ging es ins Lenbachhaus nach München, wo die Ausstellung ‚Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter‘ am 10. März eröffnet hat und noch bis Ende 2027 zu sehen ist.  Es ist genug Zeit für einen Besuch hier, der sich in jedem Fall lohnt!
Sicher kennen Sie das Gefühl, wenn die Aufregung beim Betreten der Ausstellungsräume steigt. Das Herz beginnt schneller zu klopfen und dann steht man plötzlich vor dem Meisterwerk und versinkt in eine andere Welt. Bei vielen Werken der Künstlergruppe ‚Der Blaue Reiter‘ war es für mich ein ganz besonderes Erlebnis, denn sie begleiten mich seit Jugendzeiten. Poster von August Macke, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter oder Alexej von Jawlensky hingen in meinem Zimmer. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich Postkarten der KünstlerInnen gekauft und / oder verschenkt habe! Ich finde sie bis heute immer wieder als Lesezeichen, in Katalogen, in Schachteln mit besonderen Briefen und Karten von/ an Familienmitglieder oder Freunde. In diesem Sinn war dieser Museumsbesuch wie eine Reise in vergangene Zeiten zu besonders intensiven Momenten und Erinnerungen. 

Bilder wie hier  ‚Kandinsky und Erma Bossi am Tisch‘ von Gabriele Münter (1912) beflügeln die Fantasie. Über was genau wird gerade am Tisch geredet? Dazu diese starken Farben, die vielen Details im Hintergrund.  Längst steht fest, dass Kunst das assoziative Denken anregt, unseren Stresspegel senkt und uns einfach glücklicher macht.

Und da sind ja noch die besondere Atmosphäre im Museum, der Shop voll Geschenkideen und Büchern allen voran und das Café,  wo man gleich die neuen Ideen aufschreiben kann, bevor man sie vergisst.

In meiner Story ‚Rendezvous mit Charles im Museum‘ aus „Dr. Hoffmann erzählt von der Liebe“ wird ein nicht eingeplanter Museumsbesuch aufgrund eines ganz speziellen Exponats sogar  zu einem Gamechanger für die junge Protagonistin der Story. 

Also mein Tipp an alle Schreibende, der auch funktioniert, wenn man beispielsweise gerade in der eigenen Geschichte etwas festhängt: Laptop schließen und sich auf den Weg in den  nächsten Kunsttempel machen.  Es gibt so viel Spannendes zu entdecken in großen und kleinen Museen, in Galerien, in Parks und Gärten, in Kirchen und natürlich in Bibliotheken und Büchereien, die vielerorts regionale KünstlerInnen Raum für ihre Werke bieten.