23. April 2026: Welttag des Buches - Lesen ist Freiheit!
Heute ist der Welttag des Buches und natürlich ein Grund zu Feiern! Also lassen wir die Champagnerkorken knallen und trinken wir auf die Freiheit! Ja, Lesen ist Freiheit in ihrer absoluten und reinsten Form. Jede Buchliebhaberin und jeder Buchliebhaber geht beim Lesen auf eine Reise in eine neue, unbekannte Welt, verlässt die Zeit, in der er/sie zu Hause ist und das Leben, das er/sie kennt. Wenn das kein perfektes Geschenk an sich selbst ist! Für viele Stunden (oder Tage oder Wochen) ganz woanders zu sein – vielleicht im 23. Jahrhundert irgendwo im Weltall, vielleicht im alten Rom oder in Großbritannien im Mittelalter zur Zeit der Frühgotik? Das Tolle ist: Wir haben die freie Wahl, wohin wir ‚fliegen‘ wollen während der Lesezeit. Wir können uns in der Bücherei, im Buchladen oder im Antiquariat die literarischen Werke selbst aussuchen.
2025 hatte mich die Bibliothek in Manching am Welttag des Buchs zu einer Lesung aus meinem Roman Mission Helene eingeladen. Das war ein wunderschöner Abend mit langer Publikumsdiskussion nach der Lesung und anschließendem Abendessen mit FreundInnen aus meiner Kindheit und Jugendzeit. Als geborene Ingolstädterin ist es nicht weit . Da werde ich 2027 bestimmt wieder eine Lesung machen. Hier geht es zu einem Facebook-Link, der einen schönen (Ein-)Blick auf Manching bietet.
Gedichte und Frühling: Das passt perfekt zusammen
Dieses Jahr ist mein Welttag des Buches der Dichtkunst gewidmet. Gedichte im Frühling zu lesen, ist Luxus pur, Inspiration, Lebensfreude und natürlich auch wieder Freiheit. Und ein Lieblingsdichter ist und bleibt Rainer Maria Rilke:
„Frühling ist wiedergekommen. Die Erde ist wie ein Kind, das Gedichte weiß; viele, o viele … Für die Beschwerde langen Lernens bekommt sie den Preis.
Streng war ihr Lehrer. Wir mochten das Weiße an dem Barte des alten Manns. Nun, wie das Grüne, das Blaue heiße, dürfen wir fragen: sie kanns, sie kanns!
Erde, die frei hat, du glückliche, spiele nun mit den Kindern. Wir wollen dich fangen, fröhliche Erde. Dem Frohsten gelingts.
O, was der Lehrer sie lehrte, das Viele, und was gedruckt steht in Wurzeln und langen schwierigen Stämmen: sie singts, sie singts!“
(Rainer Maria Rilke, Die Sonette an Orpheus XXI, Insel Taschenbuch 22. Auflage 2025, S. 64)
Diese Worte perlen wie der teuerste Champagner der ganzen Welt. So schön, dass nichts weiter dazu zu sagen ist.






