Mit der Veröffentlichung einer biografischen Arbeit begann mein Autorenleben ...
Das ist das Cover meiner ersten Buchveröffentlichung von 1991. Diese biografische Arbeit über Leben und Wirken Ernst Reuters in der Türkei basiert auf meiner Magisterarbeit in Politologie an der Universität München.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat es im Jahr 1991 in der Türkei in deutscher und in türkischer Sprache veröffentlicht. Das war das erste Honorar, was ich für eine Veröffentlichung erhalten habe und ein gutes Gefühl, zumal Einladungen nach Berlin folgten. Das Buch wurde immer wieder bei Veranstaltungen an InteressentInnen und Gäste vor Ort verteilt. Das Vorwort hat sein Sohn, Edzard Reuter, verfasst. Edzard Reuter, der später als Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG Karriere machte, hat seine Kindheit in der Türkei verbracht und ist dem Land bis zu seinem Tod – genauso wie sein Vater zuvor – verbunden geblieben.
Die deutsche akademische Emigration in die Türkei aus Nazideutschland nach 1933 ist ein spannendes, wichtiges und allen voran sehr positiv besetztes Thema der deutsch-türkischen Beziehungen bis zum heutigen Tag. Über die Bedeutung des großen Politikers und ehemaligen Bürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter, muss ich nichts hinzufügen. Dass er solange im türkischen Exil lebte und wirkte, ist nicht so bekannt.
Ausgaben des Buchs in türkischer Sprache sind auf Nadir Kitap (nadirkitap.com), einer bekannten Plattform für antiquarische Bücher, gebrauchte Bücher und Sammlerstücke in der Türkei, zu günstigen Preisen erhältlich. Hier der direkte Link auf den Online-Buchladen für alle LeserInnen, die türkisch lesen und sprechen können und sich für das Thema interessieren. ‚Kitap‘ heißt übrigens ‚Buch‘ auf deutsch – ein wichtiges und schönes Wort in beiden Sprachen. Was wäre die Welt ohne Bücher?
Ernst Reuter hat übrigens aufgrund seiner Sprachbegabung sehr schnell türkisch gelernt und auch auf türkisch unterrichtet. Das ist eine große Leistung.
Nach all den Jahren werde ich manchmal noch auf diese Veröffentlichung angesprochen oder angeschrieben, da in vielen neueren Schriften, wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern zu dem Thema darauf verwiesen wird. Unter anderen ist so der Kontakt zur Stiftung Ernst-Reuter-Archiv in Berlin entstanden. Die Stiftung organisiert immer wieder Events über die Emigrationsjahre des ehemaligen Bürgermeisters von Berlin.






